Die Sportindustrie ist so groß und vielseitig, dass sie Beziehungen und Verbindungen herstellt, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen. Eine der interessantesten – und engsten – Verbindungen ist die zwischen Golf und der Online-Casino-Branche. Obwohl es den Anschein hat, dass die beiden nichts miteinander zu tun haben, ist die Wahrheit eine ganz andere. Diese Verbindung lässt sich vor allem damit begründen, dass viele Golf-Fans leidenschaftliche Glücksspieler sind. Sie genießen den Nervenkitzel des Glücksspiels und zögern daher nicht, von Zeit zu Zeit in neue Online Casinos zu spielen. Das ist im Allgemeinen bei Sportfans der Fall, denn sie sind immer auf der Suche nach zusätzlichem Nervenkitzel und Aufregung. Zu Online Casinos gibt es auch eine Geschichte, jedoch befassen wir uns in diesem Artikel mit dem Golf.

Der Golfbann 1457

Am 6. März 1457 verbot König Jakob II., der von 1437 bis zu seinem Tod im Jahr 1460 König der Schotten war, in einem Parlamentsgesetz den Bürgern das Spielen von Fußball und Golf. Angeblich hatten die Schotten diese Spiele in den Straßen und auf den Kirchhöfen gespielt, anstatt für ihre obligatorische militärische Ausbildung das Bogenschießen zu üben. “Nirgendwo im Land dürfen Fußball, Golf oder andere sinnlose Sportarten ausgeübt werden, außer zum Wohle der Allgemeinheit und zur Verteidigung des Landes”, hieß es in dem Verbot. Dieses Verbot ist die erste schriftliche Erwähnung eines Spiels namens Golf. Aber was war dieses Spiel? “Es gibt sowohl textliche als auch visuelle Beweise dafür, dass es ein Spiel gab, das wir als Golf bezeichnen würden”, sagt Rand Jerris, ein prominenter Golfhistoriker und ehemaliger Direktor des USGA Golf Museum and Library. “Das eine wurde auf großen Grundstücken gespielt, indem man Bälle im Freien schlug. Das andere war ein Spiel, das in den Straßen eines Dorfes oder einer Stadt gespielt wurde, wo man einen Ball in einen Kirchhof oder eine Straße hinunter schlug. Historiker haben also unterschieden zwischen dem, was sie Kurzgolf und Langgolf nennen, das in Schottland um 1500 gespielt wurde.”

Jerris und andere Golfhistoriker sind sich sicher, dass es genügend Beweise dafür gibt, dass um die Mitte des 15. Jahrhunderts ein Spiel mit mehreren Schlägern über große Entfernungen zu einem Loch im Boden gespielt wurde. Historiker haben ein lateinisches Grammatikbuch aus dieser Zeit entdeckt, in dem der Golfsport für den Lateinunterricht genutzt wurde. Vocabula, das 1636 von David Wedderburn, einem Schulmeister aus Aberdeen, Schottland, veröffentlicht wurde, enthält die frühesten Beschreibungen des Spiels, einschließlich der ersten Erwähnung eines Golflochs. 

1744 – Das Jahr der Veränderung

Die erste Erwähnung des Golfsports in seiner heute anerkannten historischen Heimatstadt St. Andrews stammt aus dem Jahr 1552. Aber erst 1754 wurde die St Andrews Society of Golfers gegründet, um einen eigenen jährlichen Wettbewerb nach Leiths Regeln auszutragen. Der erste 18-Loch-Golfplatz wurde 1764 in St. Andrews gebaut, wodurch der heute anerkannte Standard für das Spiel festgelegt wurde. König Wilhelm IV. verlieh dem Club 1834 den Titel ‘Royal & Ancient’. Mit dieser Anerkennung und seinem schönen Platz wurde der Royal and Ancient Golf Club of St Andrews zum führenden Golfclub der Welt. Zu dieser Zeit benutzten die Golfer handgefertigte Holzschläger, in der Regel aus Buche mit Schäften aus Esche oder Haselnuss, und die Bälle wurden aus gepressten Federn hergestellt, die mit einem genähten Pferdefell umwickelt waren.

Das 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert, als sich die Macht des britischen Empire auf den ganzen Globus ausdehnte, folgte der Golfsport dicht dahinter. Der erste Golfclub, der außerhalb Schottlands gegründet wurde, war der Royal Blackheath (nahe London) im Jahr 1766. Der erste Golfclub außerhalb Großbritanniens war der Bangalore, Indien (1820). Andere folgten schnell, darunter der Royal Curragh, Irland (1856), der Adelaide (1870), der Royal Montreal (1873), der Cape Town (1885), der St Andrew’s of New York (1888) und der Royal Hong Kong (1889). Die industrielle Revolution des viktorianischen Zeitalters brachte viele Veränderungen mit sich. Die Geburt der Eisenbahn ermöglichte es den Menschen zum ersten Mal, außerhalb ihrer Städte zu spielen, und in der Folge entstanden überall auf dem Lande Golfclubs. Die Massenproduktion von Schlägern und Bällen wurde eingeführt, wodurch das Spiel auch für den Durchschnittsbürger erschwinglich wurde. Die Popularität des Spiels explodierte! Der Vorläufer der British Open wurde 1860 im Prestwick Golf Club ausgetragen, und Willie Park siegte. Danach entstanden weitere legendäre Namen des Spiels wie Tom Morris. Sein Sohn, der junge Tom Morris, wurde der erste große Champion, der das Turnier ab 1869 vier Mal in Folge gewann.

Golf in Deutschland

In Deutschland wurde Golf zunächst von englischen Touristen in Kurorten wie Bad Homburg und Wiesbaden gespielt. Der erste Golfclub in Deutschland, der Berlin Golf Club, heute Golf- und Landclub Berlin-Wannsee, wurde 1895 gegründet und von Angelsachsen betrieben. Der Deutsche Golfverband wurde 1907 in Hamburg gegründet. Die Deutschen entdeckten den Golfurlaub als Einstieg in den Sport. Bis heute ist Golf ein hochprofessioneller Sport.